Am Montag knallt die Altenpflege durch!

Die Corona-Pandemie ist jetzt auch in Deutschland angekommen. Ich habe gerade mit 2 Heimleitungen telefoniert und gefragt, was sie für Montag geplant haben. „Wieso“? Haben die mich daraufhin gefragt. „Na, wenn Montag die Schulen geschlossen haben sollten, dann kommen doch Pflegekräfte mit kleinen Kinder nicht zur Arbeit“. Wir haben Freitag den 13.03.2020. Also diese Haltung mutete schon fast lethargisch an. Es gibt Unternehmen mit 100ten von Einrichtungen. Haben sich da die Verantwortlichen aus dem Ausland schon gemeldet, oder haben die schon Wochenende?

Was passiert hier in Deutschland mit der Altenpflege in Pandemie-Zeiten?

Es war doch vorauszusehen, dass die Lage sich auch für Altenpflegeeinrichtungen zuspitzt.

Schon zu normalen Zeiten herrscht Pflegenotstand in der Altenpflegeheimbranche

Die wenigsten Pflegeheime haben 100% Personalbestand. Die Qualität der Bewohnerversorgung lässt schon jetzt zu wünschen übrig.

Vorrangig muss das Virus aus der Einrichtung heraus gehalten werden, aber danach stellen sich sofort die Fragen die sich jeder Verantwortliche stellen sollte:

  • Wie sichere ich den Dienst ab?
  • Wie viele von meinen Kräften werden krank, bzw. gehen in den Krankenstand?
  • Wie viele bleiben aus familiären Gründen zu Hause (Kinderbetreuung)?
  • Wie sichere ich die Gesundheit der verbleibenden Kräfte?
  • Wen kann ich für die ausgefallenen Dienste rekrutieren?
  • Wie motiviere ich als Unternehmen die Mitarbeiter diese schwere Zeit durchzustehen?

Das ist doch eine Krisensituation

Da brauchen Unternehmen einen Plan B für die Mitarbeiterrekrutierung in der Pflege, für die Küche und für die Reinigung in jeder Einrichtung. Damit aus so einer Strukturkrise keine Existenzkrise wird!

Die Politik schiebt das Schließen der Schulen noch ein paar Stunden! auf, damit die Verantwortlichen flott werden können, aber da muss man als Verantwortlicher auch flott werden.

Ich hoffe es arbeiten jetzt viele (Unternehmer und Politiker) mit Fachkompetenz und Endscheidungskompetenz an dieser Frage. Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen können das Problem nicht allein bewältigen.

Bisher waren AltenpflegerInnen unterbezahlt und wurden nicht wertgeschätzt

Und jetzt sollen diese ihre Gesundheit für eine Schachtel Merci aus Spiel setzen?

Ich hoffe, jede Pflegekraft schreibt sich jede einzelne Überstunde auf und läßt diese dann vom Chef gegenzeichnen. Bezahlt wird nach der Pandemie. Und nach der Pandemie müssen sich die Umstände in der Altenpflege auch grundlegend ändern.

Hallo, Ihr Unternehmer und Politiker, das wird nichts!

Die börsennotierten Pflegekapitalisten legen gerade eine finanzielle Bauchlandung auf den Aktienmärkten hin. Gewinne haben diese bisher auf dem Rücken der Pflegekräfte gemacht. Und das nicht zu knapp!

Mit so einer Pandemie hat niemand gerechnet.

Und jetzt?

Selbstverständlich müssen wir jetzt in Deutschland zusammenhalten und zusammenrücken. Und wir müssen auf unsere alten Menschen achten. Endlich mal!

GroKo:

Nach der Pandemie einen Mindestlohn von 20,- € für jede Fachkraft und 15,- € für jede Hilfskraft!

Unternehmer:

Während der Pandemie, einen Hunderter für jeden Tag im Dienst, pro Mitarbeiter extra!

Kommt mir nicht mit „Wer soll das bezahlen?“

GroKo bewegt euch endlich!

Mir ist klar, das jetzt vielleicht nicht gerade der beste Zeitpunkt für Forderungen ist. Erst müssen wir diese Krise überstehen und zusammenhalten, aber ich will es wenigstens einmal sagen dürfen.

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